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Mord im Kinderzimmer


Maschinengewehre, ein Schuss, Blut spritzt. Dies hört sich an wie im Irak oder wie ein Kriegsfilm.
Aber diese Szenen geschehen jeden Tag, überall in deutschen, schwedischen, österreichischen und in allen Teilen der Welt, sogar in afrikanischen Kinderzimmern.
Es treffen sich Kinder bzw. Jugendliche, ja sogar Erwachsene, zu sogenannten Lanpartys, vernetzen ihre Computer und töten gemeinsam. In diesem Tötungssimulator treffen sich Computerfreaks, um gegeneinander zu "zocken". Es werden regelrecht Wettkämpfe ausgetragen, wer am besten töten kann. Ich rede aber nicht über irgendein PC-Spiel, nein ich rede von:>> COUNTER STRIKE <<
Es ist nicht nur ein Spiel, es ist DAS Spiel, das beste Spiel der Welt, des Universums..... unantastbar.
Ca. 35 Mio. Menschen spielen weltweit CS, so die Abkürzung für richtige Zocker, selbst andere Spiele, die Kult sind wie Warcraft oder Unreal Tournament, sind im Gegensatz zu CS ein NICHTS. Außerdem leben die CS-Zocker sozusagen in einer eigenen Welt mit verschienden Kontinenten. So zum Beispiel leben viele Zocker in Aztec, Dust, in Inferno oder auf Pool_Day.
Sie haben sogar eine eigene Sprache, die "Nicht-Zocker" nicht verstehen können.
Ein nicht ganz unrealistischer Satz ist z.B.:
" Man, der alte Flam0r, der übelst kein Aim hat und nen low-skiller ist, luckt hier rum, ist nur mit der Awe aufm Catwalk am campen und wartet bis wir durch die Pommes inne Halle zum Bombspot rushen."
Diesen Satz werden wohl nur Insider verstehen. Die Zocker leben gespalten in 2 Religionen. Zum einen die "CT's" (Counter Terrorists), sind die, die den Frieden in die Welt von CS bringen wollen und mit allen Mitteln verhindern wollen, dass das Böse seinen Plan nicht verwirklicht, die heile welt zu zerstören. Und die "T's" (Terroristen) die Bösen, die ihrerseits versuchen, die schöne, heile Welt in Terror und Hass zu verwandeln.
Das was ich jetzt erzählt habe, hört sich vielleicht gewaltverherrlichend an und das will ich auch nicht bestreiten, doch es gibt auch positive Aspekte. So wird Agression abgebaut, wenn man im realen leben, dem sog. "Reallife", verarbeitet und, dass es besser ist einem Menschen im PC zu töten, als im "Reallife", streitet wohl keiner ab.
Es werden Leute in Gruppen, die sog. "Clans" aufgenommen und kommunizieren über das Internet mit anderen Clanmitgliedern. Irgendwie ist es eine bizarre und komischwirkende Art der Integration, aber immerhin ist es eine. ;-)
Ich denke bei diesem Bericht ist es sinnvoll den Namen Robert Steinhäuser zu nennen. Jeder weiß, dass er in einer Erfurter Schule ein Blutbad angerichtet hat. Er konnte die "Scheinwelt" in seinem PC nicht mehr vom realen Leben unterscheiden.
Wenn man sich darüber klar wird, versteht man die Überschrift noch besser: Mord im Kinderzimmer